https://www.dushevoi.ru/brands/Ariston/ 
А  Б  В  Г  Д  Е  Ж  З  И  Й  К  Л  М  Н  О  П  Р  С  Т  У  Ф  Х  Ц  Ч  Ш  Щ  Э  Ю  Я  A-Z

 

en – kamen zwei Herren in K.s Wohnung. In Gehr?cken, bleich und fett, mit scheinbar unverr?ckbaren Zylinderh?ten. Nach einer kleinen F?rmlichkeit bei der Wohnungst?r wegen des ersten Eintretens wiederholte sich die gleiche F?rmlichkeit in gr??erem Umfange vor K.s T?r. Ohne da? ihm der Besuch angek?ndigt gewesen w?re, sa? K., gleichfalls schwarz angezogen, in einem Sessel in der N?he der T?r und zog langsam neue, scharf sich ?ber die Finger spannende Handschuhe an, in der Haltung, wie man G?ste erwartet. Er stand gleich auf und sah die Herren neugierig an. »Sie sind also f?r mich bestimmt?« fragte er. Die Herren nickten, einer zeigte mit dem Zylinderhut in der Hand auf den anderen. K. gestand sich ein, da? er einen anderen Besuch erwartet hatte. Er ging zum Fenster und sah noch einmal auf die dunkle Stra?e. Auch fast alle Fenster auf der anderen Stra?enseite waren schon dunkel, in vielen die Vorh?nge herabgelassen. In einem beleuchteten Fenster des Stockwerkes spielten kleine Kinder hinter einem Gitter miteinander und tasteten, noch unf?hig, sich von ihren Pl?tzen fortzubewegen, mit den H?ndchen nacheinander. »Alte, untergeordnete Schauspieler schickt man um mich«, sagte sich K. und sah sich um, um sich nochmals davon zu ?berzeugen. »Man sucht auf billige Weise mit mir fertig zu werden.« K. wendete sich pl?tzlich ihnen zu und fragte: »An welchem Theater spielen Sie?« »Theater?« fragte der eine Herr mit zuckenden Mundwinkeln den anderen um Rat. Der andere geb?rdete sich wie ein Stummer, der mit dem widerspenstigsten Organismus k?mpft. »Sie sind nicht darauf vorbereitet, gefragt zu werden«, sagte sich K. und ging seinen Hut holen.
Schon auf der Treppe wollten sich die Herren in K. einh?ngen, aber K. sagte: »Erst auf der Gasse, ich bin nicht krank.« Gleich aber vor dem Tor h?ngten sie sich in ihn in einer Weise ein, wie K. noch niemals mit einem Menschen gegangen war. Sie hielten die Schultern eng hinter den seinen, knickten die Arme nicht ein, sondern ben?tzten sie, um K.s Arme in ihrer ganzen L?nge zu umschlingen, unten erfa?ten sie K.s H?nde mit einem schulm??igen, einge?bten, unwiderstehlichen Griff. K. ging straff gestreckt zwischen ihnen, sie bildeten jetzt alle drei eine solche Einheit, da?, wenn man einen von ihnen zerschlagen h?tte, alle zerschlagen gewesen w?ren. Es war eine Einheit, wie sie fast nur Lebloses bilden kann.
Unter den Laternen versuchte K. ?fters, so schwer es bei diesem engen Aneinander ausgef?hrt werden konnte, seine Begleiter deutlicher zu sehen, als es in der D?mmerung seines Zimmers m?glich gewesen war. »Vielleicht sind es Ten?re«, dachte er im Anblick ihres schweren Doppelkinns. Er ekelte sich vor der Reinlichkeit ihrer Gesichter. Man sah f?rmlich noch die s?ubernde Hand, die in ihre Augenwinkel gefahren, die ihre Oberlippe gerieben, die die Falten am Kinn ausgekratzt hatte.
Als K. das bemerkte, blieb er stehen, infolgedessen blieben auch die andern stehen; sie waren am Rand eines freien, menschenleeren, mit Anlagen geschm?ckten Platzes. »Warum hat man gerade Sie geschickt!« rief er mehr, als er fragte. Die Herren wu?ten scheinbar keine Antwort, sie warteten mit dem h?ngenden, freien Arm, wie Krankenw?rter, wenn der Kranke sich ausruhen will. »Ich gehe nicht weiter«, sagte K. versuchsweise. Darauf brauchten die Herren nicht zu antworten, es gen?gte, da? sie den Griff nicht lockerten und K. von der Stelle wegzuheben versuchten, aber K. widerstand. »Ich werde nicht mehr viel Kraft brauchen, ich werde jetzt alle anwenden«, dachte er. Ihm fielen die Fliegen ein, die mit zerrei?enden Beinchen von der Leimrute wegstrebten. »Die Herren werden schwere Arbeit haben.«
Da stieg vor ihnen aus einer tiefer gelegenen Gasse auf einer kleinen Treppe Fr?ulein B?rstner zum Platz empor. Es war nicht ganz sicher, ob sie es war, die ?hnlichkeit war freilich gro?. Aber K. lag auch nichts daran, ob es bestimmt Fr?ulein B?rstner war, blo? die Wertlosigkeit seines Widerstandes kam ihm gleich zum Bewu?tsein. Es war nichts Heldenhaftes, wenn er widerstand, wenn er jetzt den Herren Schwierigkeiten bereitete, wenn er jetzt in der Abwehr noch den letzten Schein des Lebens zu genie?en versuchte. Er setzte sich in Gang, und von der Freude, die er dadurch den Herren machte, ging noch etwas auf ihn selbst ?ber. Sie duldeten es jetzt, da? er die Wegrichtung bestimmte, und er bestimmte sie nach dem Weg, den das Fr?ulein vor ihnen nahm, nicht etwa, weil er sie einholen, nicht etwa, weil er sie m?glichst lange sehen wollte, sondern nur deshalb, um die Mahnung, die sie f?r ihn bedeutete, nicht zu vergessen. »Das einzige, was ich jetzt tun kann«, sagte er sich, und das Gleichma? seiner Schritte und der Schritte der beiden anderen best?tigte seine Gedanken, »das einzige, was ich jetzt tun kann, ist, bis zum Ende den ruhig einteilenden Verstand behalten. Ich wollte immer mit zwanzig H?nden in die Welt hineinfahren und ?berdies zu einem nicht zu billigenden Zweck. Das war unrichtig. Soll ich nun zeigen, da? nicht einmal der einj?hrige Proze? mich belehren konnte? Soll ich als ein begriffsstutziger Mensch abgehen? Soll man mir nachsagen d?rfen, da? ich am Anfang des Prozesses ihn beenden wollte und jetzt, an seinem Ende, ihn wieder beginnen will? Ich will nicht, da? man das sagt. Ich bin daf?r dankbar, da? man mir auf diesem Weg diese halbstummen, verst?ndnislosen Herren mitgegeben hat und da? man es mir ?berlassen hat, mir selbst das Notwendige zu sagen.«
Das Fr?ulein war inzwischen in eine Seitengasse eingebogen, aber K. konnte sie schon entbehren und ?berlie? sich seinen Begleitern. Alle drei zogen nun in vollem Einverst?ndnis ?ber eine Br?cke im Mondschein, jeder kleinen Bewegung, die K. machte, gaben die Herren jetzt bereitwillig nach, als er ein wenig zum Gel?nder sich wendete, drehten auch sie sich in ganzer Front dorthin. Das im Mondlicht gl?nzende und zitternde Wasser teilte sich um eine kleine Insel, auf der, wie zusammengedr?ngt, Laubmassen von B?umen und Str?uchern sich aufh?uften. Unter ihnen, jetzt unsichtbar, f?hrten Kieswege mit bequemen B?nken, auf denen K. in manchem Sommer sich gestreckt und gedehnt hatte. »Ich wollte ja gar nicht stehenbleiben«, sagte er zu seinen Begleitern, besch?mt durch ihre Bereitwilligkeit. Der eine schien dem anderen hinter K.s R?cken einen sanften Vorwurf wegen des mi?verst?ndlichen Stehenbleibens zu machen, dann gingen sie weiter. Sie kamen durch einige ansteigende Gassen, in denen hie und da Polizisten standen oder gingen; bald in der Ferne, bald in n?chster N?he. Einer mit buschigem Schnurrbart, die Hand am Griff des S?bels, trat wie mit Absicht nahe an die nicht ganz unverd?chtige Gruppe. Die Herren stockten, der Polizeimann schien schon den Mund zu ?ffnen, da zog K. mit Macht die Herren vorw?rts. ?fters drehte er sich vorsichtig um, ob der Polizeimann nicht folgte; als sie aber eine Ecke zwischen sich und dem Polizeimann hatten, fing K. zu laufen an, die Herren mu?ten trotz gro?er Atemnot auch mit laufen.
So kamen sie rasch aus der Stadt hinaus, die sich in dieser Richtung fast ohne ?bergang an die Felder anschlo?. Ein kleiner Steinbruch, verlassen und ?de, lag in der N?he eines noch ganz st?dtischen Hauses. Hier machten die Herren halt, sei es, da? dieser Ort von allem Anfang an ihr Ziel gewesen war, sei es, da? sie zu ersch?pft waren, um noch weiter zu laufen. Jetzt lie?en sie K. los, der stumm wartete, nahmen die Zylinderh?te ab und wischten sich, w?hrend sie sich im Steinbruch umsahen, mit den Taschent?chern den Schwei? von der Stirn. ?berall lag der Mondschein mit seiner Nat?rlichkeit und Ruhe, die keinem anderen Licht gegeben ist.
Nach Austausch einiger H?flichkeiten hinsichtlich dessen, wer die n?chsten Aufgaben auszuf?hren habe – die Herren schienen die Auftr?ge ungeteilt bekommen zu haben –, ging der eine zu K. und zog ihm den Rock, die Weste und schlie?lich das Hemd aus. K. fr?stelte unwillk?rlich, worauf ihm der Herr einen leichten, beruhigenden Schlag auf den R?cken gab. Dann legte er die Sachen sorgf?ltig zusammen, wie Dinge, die man noch gebrauchen wird, wenn auch nicht in allern?chster Zeit. Um K. nicht ohne Bewegung der immerhin k?hlen Nachtluft auszusetzen, nahm er ihn unter den Arm und ging mit ihm ein wenig auf und ab, w?hrend der andere Herr den Steinbruch nach irgendeiner passenden Stelle absuchte. Als er sie gefunden hatte, winkte er, und der andere Herr geleitete K. hin. Es war nahe der Bruchwand, es lag dort ein losgebrochener Stein. Die Herren setzten K. auf die Erde nieder, lehnten ihn an den Stein und betteten seinen Kopf obenauf. Trotz aller Anstrengung, die sie sich gaben, und trotz allem Entgegenkommen, das ihnen K. bewies, blieb seine Haltung eine sehr gezwungene und unglaubw?rdige. Der eine Herr bat daher den anderen, ihm f?r ein Weilchen das Hinlegen K.s allein zu ?berlassen, aber auch dadurch wurde es nicht besser. Schlie?lich lie?en sie K. in einer Lage, die nicht einmal die beste von den bereits erreichten Lagen war. Dann ?ffnete der eine Herr seinen Gehrock und nahm aus einer Scheide, die an einem um die Weste gespannten G?rtel hing, ein langes, d?nnes, beiderseitig gesch?rftes Fleischermesser, hielt es hoch und pr?fte die Sch?rfe im Licht. Wieder begannen die widerlichen H?flichkeiten, einer reichte ?ber K. hinweg das Messer dem anderen, dieser reichte es wieder ?ber K. zur?ck. K. wu?te jetzt genau, da? es seine Pflicht gewesen w?re, das Messer, als es von Hand zu Hand ?ber ihm schwebte, selbst zu fassen und sich einzubohren. Aber er tat es nicht, sondern drehte den noch freien Hals und sah umher. Vollst?ndig konnte er sich nicht bew?hren, alle Arbeit den Beh?rden nicht abnehmen, die Verantwortung f?r diesen letzten Fehler trug der, der ihm den Rest der dazu n?tigen Kraft versagt hatte. Seine Blicke fielen auf das letzte Stockwerk des an den Steinbruch angrenzenden Hauses. Wie ein Licht aufzuckt, so fuhren die Fensterfl?gel eines Fensters dort auseinander, ein Mensch, schwach und d?nn in der Ferne und H?he, beugte sich mit einem Ruck weit vor und streckte die Arme noch weiter aus. Wer war es? Ein Freund? Ein guter Mensch? Einer, der teilnahm? Einer, der helfen wollte? War es ein einzelner? Waren es alle? War noch Hilfe? Gab es Einw?nde, die man vergessen hatte? Gewi? gab es solche. Die Logik ist zwar unersch?tterlich, aber einem Menschen, der leben will, widersteht sie nicht. Wo war der Richter, den er nie gesehen hatte? Wo war das hohe Gericht, bis zu dem er nie gekommen war? Er hob die H?nde und spreizte alle Finger.
Aber an K.s Gurgel legten sich die H?nde des einen Herrn, w?hrend der andere das Messer ihm tief ins Herz stie? und zweimal dort drehte. Mit brechenden Augen sah noch K., wie die Herren, nahe vor seinem Gesicht, Wange an Wange aneinandergelehnt, die Entscheidung beobachteten. »Wie ein Hund!« sagte er, es war, als sollte die Scham ihn ?berleben.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35
 https://sdvk.ru/Firmi/Caprigo/ 

 Novogres Prelude